Beim 32. LJV-Treffen hat sich eine Arbeitsgruppe mit der Definition von evangelischer Jugend befasst. Letztlich entstanden ist eine Beschreibung evangelicher Jugendarbeit, die so von der Vollversammllung ohne Gegenstimmen angenommen wurde:
Zur
Jugendarbeit der evangelischen Jugend gehören zum einen alle angesprochenen
Kinder und Jugendlichen, die ...
„Landesjugendvertretung? Ach, ihr seid doch die, die Hauptamtliche abschaffen wollten, oder - ?“
Das haben wir schon manches Mal gehört und uns gedacht: „Genau, und die Erde ist eine Scheibe.“
Dass die LJV mit der Kritik an Hauptamtlichkeit in Verbindung gebracht
wird, hat vermutlich mit vielen Dingen zu tun: einer Kritik an manchen
Hauptamtlichen seitens der LJV, einigen hitzigen Köpfen, die sich
verteidigen, bevor sie zuhören, und einer ebenso sensiblen Reaktion
darauf, dass der ehrenamtliche Geschäftsführer der LJV in seinem
Berufsleben auch noch gelegentlich über jugendarbeitsnahe Themen
publiziert. Deshalb hier nochmal in Ruhe...
[...]
Weil die LJV immer wieder gefragt wird, warum sie denn Hauptamtlichen
kritisch gegenüber stehe, wollen wir das mal an einem Beispiel
verdeutlichen, zunächst aber als cetero censeo korrigieren: die LJV
steht nur Tätigkeiten, Ereignissen und Handlungen kritisch gegenüber,
nicht aber den Personen. Die LJV hat überhaupt nichts gegen
Hauptamtliche, sie arbeitet ja an vielen Stellen - vor allem in den
Gemeinden - sehr eng und gut mit ihnen zusammen; sie hat nur etwas
gegen schlechte hauptamtliche Leistungen.
[...]
Die Landesjugendvertretung als Zusammenschluss kirchengemeindlich aktiver Jugendlicher in Westfalen (und darüber hinaus) befasst sich immer mal wieder mit Hauptamtlichkeit, also den bezahlten erwachsenen Mitarbeitern (Sozialpädagogen, Diakone etc.). Hier eine Übersicht zu Veröffentlichungen und Positionen:
[...]
Diskussion: Hauptamtliche in der evangelischen Jugend(-arbeit) | 26.09.2007
Ein Artikel im Deutschen Pfarrerblatt (Ausgabe 8/2007) unter dem Titel "Hauptamtliche in der evangelischen Jugendarbeit" hat - für uns überraschend - zu recht intensiven Diskussionen geführt. Die Landesjugendvertretung Westfalen will daher hier Raum geben, über Hauptamtlichkeit zu diskutieren und veröffentlicht eingesandte Beiträge und Verweise. Zunächst daher der Hinweis auf den Artikel: Hauptamtliche in der evangelischen Jugendarbeit.
Anmerkungen zu: Timo Rieg, Trau keinem über 27: Hauptamtliche in der
evangelischen Jugendarbeit, in: Deutsches Pfarrerblatt 107 (2007),
S.407-411Mit Timo Rieg meldet sich im Deutschen Pfarrerblatt ein offensichtlich
„altgedienter“ Ehrenamtlicher aus der Jugendarbeit zu Wort. Man spürt
ihm sein Engagement und Interesse ab. Damit gewinnen seine kritischen
Anmerkungen Gewicht und wirken – vermutlich mit Absicht – provozierend.
Er ist zu Recht stolz, beeindruckende Programme ohne Unterstützung
Hauptamtlicher zu konzipieren und durchzuführen. Wenn es in einer
Gemeinde, einem Jugendwerk oder einem CVJM solche selbstständig
ehrenamtlich engagierte Menschen gibt, kann jeder und jede
Verantwortliche dafür nur dankbar sein.
[...]
besten Dank für Ihre Erwiderung zu meinem Beitrag über Hauptamtliche in
der evangelischen Jugendarbeit (der idiotische Titel "Trau keinem über
27" ist freilich nicht von mir, er wurde redaktionell gesetzt).
Sicherlich erleben Sie einige Dinge anders, als ich sie beschrieben
habe. Aber das liegt nicht am unterschiedlichen Blickwinkel von
bezahlten und unbezahlten Mitarbeitern (als Journalist bin ich ja auch
ein bezahlter Betrachter der Szenerie), - ich arbeite an dem Thema ja
schon lange und es gibt da eine breite empirische Basis -, es liegt
daran, dass ich mich eben nur auf Problemfälle konzentriert habe.
Zu diesem spannenden Teilaspekt - Wer ist evangelische Jugend? - verweisen wir auf einen knapp 10 Jahre alten Beitrag der LJV anlässlich eines Positionspapiers der aej NRW.